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Multikulti in Odessa

Regelmäßig nehmen wir vom Bennohaus an internationalen Projekten mit anderen Organisationen aus ganz Europa teil. Von August bis Dezember waren wir dafür unter dem Titel “Perspektivwechsel durch Medienbildung und politischen Dialog” bei drei Projekttreffen in der Ukraine und in Armenien. Die Filme, die dabei mit der Hilfe unserer Projektpartner entstanden sind, werden wir in der nächsten Zeit hier veröffentlichen.

Allgemein ging es bei dem Projekt um die Rolle von Medien in der Ukraine, Armenien und Georgien. Weil sich diese Länder in einigen Punkten ähneln, ist es sinnvoll, Erfahrungen und Ideen auszutauschen. Alle drei Länder sind ehemalige Sowjetrepubliken, und Russland spielt für sie eine gewichtige politische Rolle. Sie haben gemeinsame Probleme: Propaganda, Fake News und Hate Speech von verschiedenen Seiten. Und jedes der Länder ist an bewaffneten Konflikten beteiligt: der Krieg in der Ostukraine, der Südossetien-Konflikt in Georgien und der Bergkarabach-Konflikt, an dem Armenien beteiligt ist. Im Rahmen des Projektes tauschten sich die Delegationen der Länder sich darüber aus, wie Medien diese Probleme angehen können. Dabei ging es vor allem um die Rolle der Bürgermedien, da viele der Teilnehmer selbst mit Bürgermedien arbeiten. Bei den Treffen unterteilten sich die Teilnehmer in eine Video-Gruppe, eine Debatten-Gruppe und eine Blog-Gruppe mit jeweils unterschiedlichem Output.

Die Video-Gruppe hatte sich entschlossen, einen Beitrag über das Zusammenleben der verschiedenen Minderheiten zu produzieren. Vom friedlichen Miteinander und dem kulturellen Austausch könne man lernen. Deshalb suchten und fanden sie weitere Interview-Partner: den Chef und Koch eines georgischen Restaurants und den Besitzer eines Marktes, der aus Armenien kommt.

Ostviertel-Redaktion

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